22.05.2020, von Annelie Schiller

Digitaler Jugenddienst

Corona-Virus und Ausgangsbeschränkungen – THW-Jugend Fürth unterstützt Familien bei der Herausforderung.

Seit Wochen können und dürfen Jugendliche nicht mehr in die Schule gehen, oder ihre Freunde treffen. Eine herausfordernde Zeit und das nicht nur für die Teenager, sondern auch für deren Eltern. Die Jugendgruppe des THW Fürth hat aus dieser Not eine Tugend gemacht, treu dem Motto: THW-Jugend Fürth goes online! 

Schon länger befindet sich unser Land im Ausnahmezustand. Nicht nur, dass sämtliche Geschäfte ihre Türen schließen mussten – Großveranstaltungen wurden abgesagt und alle Schulen flächendeckend geschlossen. Was vielleicht zunächst für Freude bei einigen Schülern sorgte, wurde nach kurzer Zeit zu einer großen Belastung. Denn die Ausgangsbeschränkungen bedeuten auch, Freunde nicht treffen und Hobbies nicht mehr nachgehen zu können. Eine harte Bewährungsprobe für das harmonische Familienleben, wenn so jeglicher Ausgleich fehlt. 

Die THW-Jugend Fürth hat sich daraufhin Gedanken gemacht, wie man den Jugendlichen, trotz dieser strengen Auflagen, ihr Hobby weiterhin bieten kann. Kurzum wurde ein Onlineprogramm ausgearbeitet. Zwei mal in der Woche können sich alle Junghelfer des THW für drei Stunden zum digitalen Jugenddienst treffen. Insgesamt vier Betreuer bereiten Ausbildungsthemen zu Kartenkunde, Funkausbildung sowie Stiche und Bunde vor und begleiten den Onlinestream. Im Vorfeld erhalten die Teenager Übungspakete mit entsprechenden Ausbildungsunterlagen, um sich auf den Dienst vorbereiten zu können. Doch nicht nur die Fachausbildung steht im Vordergrund – auch Freizeitthemen wie Ostereierfärben über die Feiertage, oder gar Dienstsport kommen nicht zu kurz. Das Schöne daran ist, dass die Jugendlichen sich mit ihrer Clique treffen und austauschen können, ohne dabei gegen die Ausgangsbeschränkungen zu verstoßen. Der gewählte Stream ist nur für eingeladene Gäste einsehbar, sodass auch auf der Onlineplattform die Privatsphäre gewährleistet ist. 

Bis zu 20 Junghelfer nehmen regelmäßig das Angebot an und sind begeistert. Auch die Eltern zeigen sich froh über diese Möglichkeit – denn so hat man trotz aller Umstände einen Ausgleich für die Teenager, bei dem sie auch noch lernen, wie man Menschen in Not helfen kann.


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